Familie Scheuber

Vom Altzellerberg in die Welt

Die Wurzeln der Scheuber liegen auf dem Bergheimet Wilershöchi ob Wolfenschiessen. Alte Urkunden schreiben Schöiber oder Schöüber, in der Nidwaldner Mundart heisst die Familie bis heute «Scheiber».

The Scheuber family comes from a mountain farm above Wolfenschiessen in Nidwalden, Switzerland. Over the centuries its branches spread to the valley, to Buenos Aires and beyond. This site tells some of their stories, follows key years from 1481 to 1997 and links to the family tree. Most texts are in German.

Büren nid dem Bach um 1900, im Vordergrund das Gasthaus Schlüssel
Büren um die Jahrhundertwende. Im Gasthaus Schlüssel im Vordergrund kam 1864 Paulina Scheuber zur Welt.

Wichtige Jahre

Blau markierte Jahre haben unten eine ausführliche Geschichte.

  1. 1481

    Ein Enkel von Bruder Klaus

    Konrad Scheuber kommt in Wolfenschiessen zur Welt, Sohn der Dorothea von Flüe.

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  2. 1593

    Vom Altzellerberg ins Tal

    Bürgerrecht von Büren nid dem Bach, 1660 auch von Buochs.

  3. 1798

    Der Überfall

    Kornherr Josef Scheuber stirbt, das Haus in Ennetmoos brennt nieder.

  4. 1823

    Die Gipsmühle in der Betti

    Anton Mariä Scheuber kauft die Mühle und geht 1828 Konkurs.

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  5. 1856

    Die Stammmutter

    Josef Mariä Scheuber heiratet Franziska Barmettler aus Buochs.

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  6. 1878

    Paulina reisst aus

    Mit vierzehn fährt sie heimlich von Büren nach Nervi.

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  7. 1885

    Nach Argentinien

    Josef Scheuber wandert aus, um Buenos Aires entsteht eine grosse Sippe.

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  8. 1903

    Die Gips-Union

    Die Gebrüder Scheuber bringen die Löchlimühle gegen Aktien ein.

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  9. 1918

    Regierungsrat wider Willen

    Jakob Scheuber wird an der Landsgemeinde gewählt.

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  10. 1934

    Kampf um Bannalp

    Die Landsgemeinde beschliesst ein eigenes Kraftwerk für Nidwalden.

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  11. 1997

    Das Buch der Scheuber

    Peter Steiner und Anna Scheuber-Röthlin veröffentlichen die Nachfahren des Gipsmüllers.

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Geschichten aus der Familie

1823 bis 1903, Ennetmoos

Die Gipsmüller in der Rotzschlucht

1823 kaufte Anton Mariä Scheuber die Gipsmühle in der Betti und übernahm sich damit. Nach dem Konkurs musste er an drei Landratstagen mit dem grünen Konkursitenhütchen auf der Fischwaage am Stanser Dorfplatz stehen, die Schuld auf einem Zettel um den Hals.

Sein Sohn Josef Mariä baute die benachbarte Löchlimühle zu einer Fabrik aus, deren Gips 1883 an der Zürcher Ausstellung ein Diplom erhielt. 1903 brachten seine Söhne sie in die neu gegründete Gips-Union ein.

Quelle: Peter Steiner, «Notizen zur Familiengeschichte», im Buch der Scheuber.

Paulina Scheuber im Alter
Foto: Bildarchiv Emil Christen

1864 bis 1953, Büren, Nervi, Buenos Aires

Paulina, die mit vierzehn ausriss

Ohne ihre Eltern einzuweihen, stieg Paulina 1878 in die Postkutsche nach Luzern und fuhr weiter nach Nervi an der Riviera. Als Kindermädchen kam sie nach Buenos Aires, wo sie zufällig ihren verschollenen Bruder Josef wiederfand.

Zurück in Italien arbeitete sie sich von der Hotelküche bis zur Besitzerin des Hotels Schweizerhof in Nervi hoch, verlor es im Ersten Weltkrieg und erstritt es danach zurück.

Quelle: Anmerkungen von Peter Steiner zur 3. Auflage des Buchs der Scheuber.

1918, Landsgemeinde

«Ein Mann, ein Wort!»

Jakob Scheuber wurde gegen seinen Willen in den Regierungsrat gewählt und weigerte sich zunächst, auf die Regierungsbank zu steigen.

1934, Bannalp

Ein eigenes Kraftwerk für Nidwalden

Christian Scheuber kämpfte im Initiativkomitee für den Stausee auf Bannalp und entwarf das Nadelwehr selbst.

ab 1885, Argentinien und Kalifornien

Ausgewandert

Josef Scheuber zog nach Argentinien, wo um Buenos Aires eine grosse Sippe entstand. Adolf nannte sich in Kalifornien «Bill», um nicht mit dem Wilderer gleichen Namens verwechselt zu werden.

Verwandt mit Bruder Klaus, über die Stammmutter

Konrad Scheuber, Landammann und Eremit, war ein Enkel von Niklaus von Flüe. Er hatte aber nur Töchter, eine direkte Linie über den Namen Scheuber gibt es deshalb nicht.

Die Verbindung führt über Franziska Barmettler, die 1856 den Gipsmüller Josef Mariä Scheuber heiratete. Ihre Ahnen reichen über die Familie Christen bis zu Konrads Tochter Christine.

Nach Peter Steiner, «Notizen zur Familiengeschichte», im Buch der Scheuber

  1. Niklaus von Flüe 1417–1487

    Bruder Klaus, Einsiedler im Ranft

  2. Dorothea von Flüe und Hensli Scheuber

  3. Konrad Scheuber 1481–1559

    Landammann, später Eremit, Vater zweier Töchter

  4. Christine Scheuber und Melchior Christen

    weiter über mehrere Generationen Christen

  5. Stanislaus Anton Christen

    Landammann in Wolfenschiessen

  6. Anna Katharina Christen und Kaspar Barmettler

    verheiratet 1787, er später Obervogt

  7. Kaspar Barmettler und Josepha Achermann

    Zoller und Ratsherr in Buochs

  8. Franziska Barmettler und Josef Mariä Scheuber

    verheiratet 1856, Stammeltern aller Nachfahren im Buch

Das Buch der Scheuber

Peter Steiner und Anna Scheuber-Röthlin haben die Nachfahren des Gipsmüllers Josef Mariä Scheuber gesammelt, erstmals 1997 in Stans, zuletzt in der 5. Auflage 2002 mit sieben Generationen.

Jede Person trägt darin eine Nummer. Jede Ziffer steht für eine Generation und sagt, das wievielte Kind jemand war.